Vielfliegerprogramme sind Kundenbindungsprogramme von Airline. So haben die meisten Fluggesellschaften ein eigenes Kundenbindungsprogramm. Bei der Lufthansa ist es das große Programm Miles and More. Bei Delta Airline ist es das Programm Delta SkyMiles, bei Eurowings der Boomerang Club und bei United Airlines heißt es MileagePlus. Auf Flügen mit den jeweiligen Airlines könnt Ihr Prämienmeilen und Statusmeilen sammeln.

Mit Prämienmeilen zum Gratisflug

Die Prämienmeilen dienen dazu, Guthaben aufzubauen, welches ab einer bestimmten Punktezahl in Flugprämien eingetauscht werden kann. Damit könnt Ihr komplette Flüge finanzieren oder auch einen Flug in den Leistungen aufpeppen. Dies kann bspw. durch ein Upgrade von der Economy in die Business Class, oder auch von der Economy in die Premium Economy geschehen. Bei dem Vielfliegerprogramm Delta SkyMiles, dürft Ihr über die gesammelten Prämienmeilen auch eine Mitgliedschaft im Delta Sky Club kaufen.

Bei den Prämienmeilen ist noch zu erwähnen, dass Ihr diese nicht nur auf Flügen einkassieren könnt. Auch der reguläre Wochenendeinkauf bei Aldi, welcher mit einer Kreditkarte wie bspw. der American Express Karte oder der Miles and More Mastercard beglichen wird, füllt das Meilenkonto. Bei der Anmietung von Mietwagen oder auch bei Hotelaufenthalten erhaltet Ihr ebenfalls die Möglichkeit, Prämienmeilen zu sammeln.

Mit Statusmeilen zur Elite der Vielfliegerprogramme

Ein interessantes Ziel ist es, einen höheren Status zu erreichen. Damit dies geschehen kann, werden sogenannte Statusmeilen oder Flugsegmente benötigt.  Statusmeilen und Flugsegmente könnt Ihr prinzipiell nur auf durchgeführten Flügen sammeln. Je höher die Anzahl an Statusmeilen oder Flugsegmenten ist, desto höher fällt Euer Status aus. In der Regel tragen diese Elitestufen die Bezeichnungen Silber, Gold, Platinum usw. Die richtige Auswahl der Vielfliegerprogramm, kann Euch bspw. den Zugang zur Lufthansa Senator Lounge, ermöglichen. Das funktioniert, wenn Ihr den Star Alliance Gold Status habt.

 

Viele Vielfliegerprogramme bringen Euch in die Lufthansa Lounge Mit einem Vielfliegerstatus innerhalb der Star Alliance könnt Ihr in die Lufthansa Lounge

Wie Ihr einen bestimmten Status erhaltet, legt die entsprechende Airline selbst fest. Meistens verfallen Statusmeilen zum Jahresende. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, eine ausreichende Zahl an Statusmeilen oder Flugsegmenten zu erreichen, fängt dann wieder bei null an. Es gibt Ausnahmen, bei denen es um 12 zusammenhängenden Monate geht. Dies ist dann sinnvoll, wenn man sich im Oktober bei einem Programm anmeldet und im November seinen ersten Flug antritt. Diese Qualifikationszeiträume bieten Euch einige Vielfliegerprogramme, bspw. EuroBonus (Scandinavian Airlines SAS) und Krisflyer (Singapore Airlines). Außerdem bietet Miles and More an, Prämienmeilen in Statusmeilen umzuwandeln. Die Vorteile einer Statusstufe sind mitunter schon deutlich. So dürft Ihr ein zusätzliches Gepäckstück mitnehmen, oder die Meilengutschrift wird automatisch höher. Daneben gibt es Zugang zu Lounges und vieles mehr.

Lohnt sich ein Vielfliegerstatus überhaupt?

Die meisten Airlines bieten einen Vielfliegerstatus an, doch lohnt sich das?

Wir haben uns viel damit beschäftigt, wie wir möglichst schnell einen Vielfliegerstatus, insbesondere den Star Alliance Gold Status erhalten. Das gleiche Schema gibt es auch bei der Oneworld und im SkyTeam. Doch nun möchten wir mal prüfen, für wen sich so ein Goldstatus eigentlich lohnt.

Zunächst einmal sei gesagt, dass ein Status nur sinnvoll ist, wenn man die Vorteile regelmäßig nutzen möchte. Ein allianzweiter Status hat zwar Vorteile, doch solltet Ihr Euch auch überlegen, bei welcher Airline ihr die Vorteile am besten gebrauchen könnt. Die Star Alliance Gold-Vorteile gelten zwar auf allen Flügen, die durch die Fluggesellschaften der Alliance durchgeführt werden, allerdings bieten die Airlines, bei denen Ihr den Status habt, oft zusätzliche Benefits. Prüfen wir mal, welche Vorteile uns der Status bringt und wann wir sie nutzen sollten.

Mehr Freigepäck

Wer meist Flüge in der Business Class und aufwärts bucht, darf mehr Gepäck einchecken. Der Vorteil für das extra Freigepäck ist in dem Fall oft nicht notwendig. Es sei denn, es ist richtig viel Gepäck, dass Ihr einchecken müsst! Selbst in der Premium-Economy kann zusätzliches Gepäck kostenfrei eingeschlossen sein. Wer Geld sparen möchte, gerade auf kurzen Strecken, kann sich das Geld für Aufgabegepäck sparen, wenn ein Vielfliegerstatus vorliegt. Leider gibt es auch Ausnahmen, denn in den Light-Tarifen der Lufthansa Group (Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss), ist es selbst Senatoren nicht möglich, gratis Gepäck einzuchecken.

Das gleiche gilt für den SAS Go Light Tarif und die „Seat Fares“ bei Air New Zealand.

Lounge-Zugang

Ein wirklicher Vorteil ist sicher der kostenlose Loungezugang. Eine tolle Sache, über die wir schon des Öfteren geschrieben haben. Kostenloses Essen, bequeme Sitze und meist eine ruhige Atmosphäre. Zugang zu den Airport Lounges lässt sich aber auch auf anderen Wegen erreichen:

Mit der richtigen Kreditkarte oder dem direkten Kauf des Priority Passes ist der Eintritt in die Lounge möglich.

Hier gilt wieder das gleiche Prinzip, wie beim Freigepäck: Ein Ticket in der Business Class und höher bringt Euch den Zugang aber auch, sogar die Premium Economy macht es teilweise möglich. Wer Economy fliegt, kann als Statuskunden die Lounge betreten.

Die Lufthansa Senator Lounges oder die SAS Gold Lounges sind Beispiele dafür, dass ein Ticket in der Business Class allein nicht ausreichend ist, um die edlen Lounges betreten zu dürfen. Dies ist tatsächlich nur mit einem entsprechenden Vielfliegerstatus möglich. In die Lufthansa Senator Lounge kommt Ihr entweder mit einem Flug in der First Class, oder als Miles and More Senator (deswegen heißt die Lounge auch so). Die SAS Gold Lounges dürft Ihr als SAS EuroBonus Gold oder SAS EuroBonus Diamond Mitglied betreten. Dann wiederum reicht Euch ein Ticket in der Economy Class aus.

Das Tolle ist, dass jeder Star Alliance Gold Inhaber zum Zutritt in die edlen Lounges berechtigt ist. Hier nutzt der Status auf jeden Fall.

Priority Boarding und Check-In am Schalter der Business Class

Je teurer ein Flugticket ist, was in der Business Class zwangsweise der Fall ist, desto besser der Service. Damit bekommt Ihr einen extra Schalter, an dem Ihr Eure Dinge erledigen könnt. Außerdem umgeht Ihr die langen Schlangen der Economy. Klar ist die Schlange der Personen länger, denn es gibt viel mehr Sitzplätze in der preiswerten Reiseklassen.

Habt Ihr einen Vielfliegerstatus, dürft Ihr nun trotzdem mit der Business Class einchecken, auch wenn Ihr nur Economy fliegt. Das ist schon toll, denn statt ewig anzustehen, marschiert Ihr direkt nach der Gepäckaufgabe in die Lounge.

Beim Einsteigen ist es genauso, das Ganze nennt sich Priority-Boarding. Es ist schon schön: man steigt bequem ein, verstaut in Ruhe sein Gepäck (es ist ja noch ausreichend Platz) und sitzt, während die lange Schlage zum Sitzplatz strömt.

Fast Track – schneller durch die Sicherheitskontrolle

Wie ekelhaft! Es dauert und dauert, die Menschenschlange ist endlos. Die Sicherheitskontrollen am Flughafen dauern, man ist ja nicht der Einzige der fliegen möchte. Die Folge sind lange Schlangen und eine endlos erscheinende Wartezeit. Für Reisende der Business Class sind zusätzliche Schalter für die Sicherheitskontrolle eingerichtet, das reduziert die Wartezeit enorm. Schließlich möchten wir lange auf dem Massagesessel in der Lounge liegen und das Buffet stürmen. Mit dem Economy Ticket müssten wir uns eigentlich anstellen, aber hier kommt uns wieder der Vielfliegerstatus zu Gute. Ab zum Fast Track, und schon sind wir drin.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Fast Track bedeutet nicht, dass wir nicht kontrolliert werden. Wir sind nur schneller, weil es für uns eigene Schalter gibt.

Mehr Meilen sammeln

Als Vielflieger haben wir den Vorteil, dass uns auf dem Flug mehr Meilen gutgeschrieben werden. Bis auf ein paar Ausnahmen, bezieht sich dieser Vorteil aber nur auf die Prämienmeilen. Nun ist es aber entscheidend bei welcher Airline wir unseren Status haben, denn ein Star Alliance Gold Status bei Singapore Airlines bringt uns keine Extrameilen bei Scandinavian Airlines oder Aegean Airlines. Der Krisflyer Elite Gold Status bringt uns 25 % mehr Prämienmeilen auf Flügen mit Singapore Airlines. (Sogar schon mit dem Krisflyer Silver Status).

Fliegen wir mit Scandinavian Airlines, dann brauchen wir einen Status bei SAS EuroBonus und müssen unsere Meilen dort auch sammeln. Das Gleiche gilt für Miles and Bonus bei Aegean Airlines.

Anders sieht es bei den Vielfliegerprogrammen Miles and More, sowie MileagePlus von United Airlines aus. Mit einem entsprechenden Status sammeln wir zusätzliche Meilen, wenn wir als MileagePlus Silver Member mit Lufthansa fliegen, oder als Miles and More Frequent Traveller einen Flug mit United Airlines durchführen. Da Spannende ist, dass auch die Statusmeilen einen Bonus erhalten.

Upgrade-Voucher – Mehr Beinfreiheit

Schon als MileagePlus Silver Member erhalten wir Upgrades in die Economy Plus, wenn wir ein einfaches Ticket in der stinknormalen Economy buchen. Dadurch sparen wir uns die Gebühren für den extra Sitzabstand. Auch Aegean Airlines bietet diesen Vorteil für Miles and Bonus Silver Members an.

Vielfliegerprogramme – Warum Meile nicht gleich Meile ist